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Hobby · Hardware & Embedded

Robotics

2026

Mikrocontroller, Sensoren, Motoren und Gehäuse aus dem eigenen 3D-Drucker. Fünf Builds, vom Spotify-Controller bis zur selbst gebauten CNC-Fräse.

ESP32 C++ Sensorik CAD 3D-Druck
Selbst konstruierter 3-Achsen-Gimbal mit drei Servos
Arcade-Konsole im Gehäuse eines alten Mini-Fernsehers
ESP32-CAM in einer Halterung für den 3D-Drucker

Hinweis: Die Fotos auf dieser Seite wurden mit KI freigestellt. Kleine Details können deshalb minimal vom echten Aufbau abweichen.

Rolle
Konstruktion, Elektronik, Firmware
Team
Allein, die CNC mit meinem Bruder
Kontext
Hobby, seit Sommer 2026
Werkzeuge
PlatformIO · VS Code · Kobra Neo
Wie es angefangen hat

Im HRI-Modul habe ich einen Roboter programmiert. Danach wollte ich verstehen, wie man so etwas selbst baut.

Seitdem entsteht ein Projekt nach dem anderen. Jedes ist ein Stück größer als das davor: erst ein Display mit WLAN, dann eine Kamera, dann Ton und Eingabegeräte, dann Sensoren und Motoren, die in Echtzeit zusammenspielen müssen. Die Gehäuse und Halterungen konstruiere ich selbst und drucke sie auf meinem 3D-Drucker.

Gehäuse des Spotify-Controllers, geschlossen und als Explosionsansicht mit Display
Eigenes Gehäuse, ExplosionsansichtKI-freigestellt
01Fertig

Spotify-Controller

Ein kleiner Touch-Bildschirm auf dem Schreibtisch, der zeigt, was gerade läuft, und die Musik steuert, ohne dass ich zum Handy greifen muss.

Herzstück ist ein sogenanntes Cheap Yellow Display: ein ESP32, auf dessen Platine direkt ein 2,8-Zoll-Touchdisplay sitzt. Es verbindet sich mit dem WLAN und spricht über die Spotify Web API mit meinem Account. Läuft irgendwo auf einem meiner Geräte Musik, holt es sich den aktuellen Titel und schickt meine Eingaben als Befehle zurück.

Die Oberfläche habe ich bewusst flach und reduziert gestaltet. Wenn nichts läuft, schaltet der Bildschirm auf einen Screensaver mit animierten Roboteraugen. Das Gehäuse ist selbst konstruiert: Rahmen, Rückschale und Ausschnitt für die Platine, passgenau gedruckt.

AbfragenAktueller Titel per Web API
AnzeigenTitel, Künstler, Fortschritt
SteuernPlay, Pause, Skip, Lautstärke
Board
ESP32-2432S028 („Cheap Yellow Display“)
Software
PlatformIO · TFT_eSPI · Spotify Web API
Gehäuse
Selbst konstruiert, 3D-gedruckt
ESP32-CAM, Gehäuse und Halterung für die X-Achse des 3D-Druckers
Kameragehäuse mit HalterungKI-freigestellt
02Fertig

Druck-Kamera

Lange Drucke laufen oft stundenlang. Mit dieser Kamera sehe ich vom Handy aus, wie weit der Druck ist und ob alles sauber läuft.

Eine ESP32-CAM sitzt in einem eigenen Gehäuse an einem geschwungenen Arm. Die Halterung wird einfach auf die Querachse meines 3D-Druckers gesteckt, so fährt die Kamera mit und bleibt immer auf die Düse gerichtet. Ohne Schrauben, ohne den Drucker umzubauen.

Der ESP verbindet sich mit dem Heimnetz und startet einen kleinen Webserver. Über dessen Adresse und Port öffne ich im Handy-Browser eine Seite mit dem Live-Bild. Eine App braucht es dafür nicht.

AufnehmenKamera fährt mit der Düse
StreamenWebserver im lokalen WLAN
AnsehenLive im Handy-Browser
Board
ESP32-CAM
Software
PlatformIO, eigener Webserver mit Live-Stream
Drucker
Anycubic Kobra Neo
Gehäuse
Steckhalterung für die X-Achse, selbst konstruiert
Alter Mini-Fernseher als Arcade-Konsole mit Spielemenü und eigenem Controller
Altes LKW-Radio/TV mit neuem InnenlebenKI-freigestellt
03Fertig

Arcade-Konsole

Ein altes LKW-Radio mit Fernseher, das jetzt Tetris und Snake spielt. Mit Joystick, vier Tasten und dem originalen Lautsprecher.

Das Gerät lief noch mit einer Bildröhre, die Elektronik war nicht mehr zu retten. Also habe ich alles ausgebaut und nur den Lautsprecher behalten. An die Stelle der Röhre kam ein 3,5-Zoll-Touchdisplay, gesteuert von einem ESP32-S3 mit viel Speicher für Grafik und Spiele. Ein I²S-Mono-Verstärker treibt den alten Lautsprecher an, so klingt die Konsole aus dem Original-Gehäuse.

Den Controller habe ich selbst gebaut: ein analoges Joystick-Modul und einfache Taster, die durch gedruckte Kappen und ein eigenes Gehäuse zu richtigen Arcade-Buttons werden. Die Spiele sind selbst geschrieben, kein Emulator.

Board
ESP32-S3 (N16R8, 16 MB Flash, 8 MB PSRAM)
Display
3,5″ TFT-Touch, ILI9488
Audio
MAX98357A an Original-Lautsprecher
Eingabe
Joystick KY-023, 4 Taster mit gedruckten Kappen
Software
PlatformIO, eigene Spiele wie Tetris und Snake
3-Achsen-Gimbal aus 3D-gedruckten Armen mit drei Servos auf einem Holzsockel
Aktueller Prototyp ohne GehäuseKI-freigestellt
04In Arbeit

3-Achsen-Gimbal

Ein Handy-Gimbal, der das Bild über drei Achsen ruhig hält. Inspiriert von den Gimbals von DJI, aber komplett selbst konstruiert.

Das Gestell habe ich so ausgelegt, dass drei Servos mit Metallgetriebe die Achsen für Neigen, Rollen und Schwenken direkt tragen. Ein ESP32 liest die Lage des Handys aus einem Sensor und regelt die Servos so nach, dass sie jede Bewegung ausgleichen. Die eigentliche Herausforderung war dabei nicht die Mechanik, sondern der Sensor.

✕

MPU-60506 Achsen

Beschleunigung und Drehrate allein reichen für Neigen und Rollen. Für das Schwenken fehlt aber ein fester Bezug, die Richtung driftet mit der Zeit weg.

✕

+ GY-271Magnetometer

Ein zusätzlicher Kompass sollte die Drift korrigieren. Die beiden Sensoren sauber zusammenzurechnen, hat aber nicht zuverlässig funktioniert.

✓

BNO0809 Achsen

Beschleunigung, Drehrate und Magnetfeld in einem Modul, das die Sensorfusion selbst übernimmt und direkt eine stabile Lage liefert. Damit funktioniert es.

Als Nächstes fehlt ein richtiges Gehäuse, das Elektronik und Kabel aufnimmt. Das war für den aktuellen Stand noch ein Schritt zu viel und ist gerade in Arbeit.

Controller
ESP32
Software
PlatformIO, eigene Servo-Regelung
Antrieb
3 × MG996R, Metallgetriebe, 180°
Sensor
BNO080, 9-Achsen-IMU mit Sensorfusion
Gestell
Eigene Konstruktion, auf die Servos zugeschnitten
Rahmen der MPCNC aus Stahlrohren und roten 3D-gedruckten Verbindern mit Oberfräse
Rahmen mit FräsmotorKI-freigestellt
05Im BauMit meinem Bruder

MPCNC-Fräse

Eine CNC-Fräse, Schraube für Schraube selbst aufgebaut. Fast alle Verbindungsteile kommen aus dem 3D-Drucker.

Die MPCNC, kurz für „Mostly Printed CNC“, ist ein Open-Source-Projekt von V1 Engineering. Der Rahmen besteht aus Stahlrohren, die von gedruckten Eckstücken und Schlitten zusammengehalten werden. Schrittmotoren bewegen die Achsen, als Spindel dient eine Oberfräse. So entsteht für einen Bruchteil des Preises einer fertigen Maschine eine Fräse, die Holz und Kunststoff bearbeiten kann.

Mein Bruder und ich bauen sie gemeinsam von Grund auf: Teile drucken, Rohre zuschneiden, Mechanik ausrichten, Motoren verkabeln. Ein Projekt, bei dem Genauigkeit wirklich zählt, denn jeder Millimeter Spiel im Rahmen landet später im Werkstück.

Projekt
MPCNC, Open Source von V1 Engineering
Rahmen
Stahlrohre mit 3D-gedruckten Verbindern
Antrieb
Schrittmotoren, Oberfräse als Spindel
Werkzeugkasten

Was sich durch alle Builds zieht

Mikrocontroller
ESP32 · ESP32-S3 · ESP32-CAM, programmiert mit PlatformIO
Sensorik
IMUs, Magnetometer, Kamera, Touch
Aktorik
Servos, Schrittmotoren, Audio
Fertigung
CAD, 3D-Druck, Löten
Auf der Werkbank

Was als Nächstes kommt

  • Gimbal-GehäuseElektronik und Kabel sauber verpacken, damit der Gimbal in die Hand passt.
  • Gimbal-SteuerungEin Joystick, um die Kamera gezielt zu schwenken, statt nur zu stabilisieren.
  • Erste FrästeileDie MPCNC fertig aufbauen, kalibrieren und die ersten Teile fräsen.